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Über das JOH



Foto: Katharina Biebl


Das Junge Orchester Hamburg (JOH), früher Jugendorchester Oldenfelde Hamburg, wurde in den 1970er Jahren als Schulorchester von Ulf Piwitt gegründet, der das Orchester selber fast 20 Jahre lang leitete. 1988 machte sich das JOH als eingetragener Verein selbständig. Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Stadtgebiet Hamburgs inklusive der Randgebiete und sind vor allem Schüler, Auszubildende und Studenten. Ein siebenköpfiger Orchestervorstand, der sich ausschließlich aus aktiven Mitgliedern zusammensetzt, führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen aus und organisiert die Rahmenbedingungen.

Alle Projekte des Orchesters sind einzig vom großen Engagement der Orchestermitglieder getragen - von der Auswahl des Programms über die wöchentlichen Proben und die Probenwochenenden im Umkreis von Hamburg bis zu den Konzerten in Hamburg und der jährlichen Konzertreise. Reiseziele der vergangenen Jahre waren Frankreich, Österreich, Prag, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, die Schweiz, die Niederlande, Mecklenburg-Vorpommern, Ungarn, Polen und Schottland.

Ein Höhepunkt der internationalen Aktivitäten war der Austausch mit dem polnischen Jugendchor „Resonans con tutti“ aus Zabrze/Kattowitz im Jahr 2008. In zwei gemeinsamen Konzerten wurde mit der Aufführung des Deutschen Requiems von J. Brahms der Opfer des Zweiten Weltkriegs gedacht.

Jedes Jahr werden in der Regel zwei verschiedene Programme erarbeitet, die von den Orchestermitgliedern ausgewählt werden. Neben der Aufführung klassischer, romantischer und zeitgenössischer Sinfonien und Orchesterwerke werden regelmäßig Solokonzerte mit professionellen Musikern oder jungen Nachwuchskünstlern erarbeitet.
Ab 1995 wurde das JOH von dem Komponisten Thilo Jaques dirigiert. Unter seiner Leitung nahm das Orchester erstmals an Rundfunksendungen des NDR teil. 1999 führte das Orchester die „Amish Symphony“ von Thilo Jaques auf, die er eigens für das Orchester komponiert hat.

2003 bis 2004 leitete Sebastian Kennerknecht das Orchester. Zu seinem Nachfolger wurde Dave Claessen, hauptberuflich Hornist beim NDR-Sinfonieorchester. Durch ihn konnten mehrfach hervorragende Solisten aus den NDR-Ensembles gewonnen werden: Jens Plücker für Mozarts Hornkonzert Nr. 3. Betty Klein für Elgars Liederzyklus „Sea Pictures“ und zuletzt Peter Dreßel und Joachim Preu für Rimsky-Korsakows Posaunenkonzert.

Im Sommer 2010 übernahm Simon Kannenberg die musikalische Leitung des Orchesters.