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Felix Woyrsch - Vorspiel zum Musikdrama Wikingerfahrt


Felix Woyrsch
(1860 - 1944)

Zu den Komponisten, die lange zu Unrecht im Schatten der großen musikgeschichtlichen Entwicklungslinien gestanden haben, gehört der aus Nordmähren stammende Felix Woyrsch, der seine musikalische Heimat im schleswig-holsteinischen Altona – heute ein Stadtteil Hamburgs – fand.

Dort leitete er seit Anfang der 1880er Jahre verschiedene Chöre leitete, darunter seit 1895 die auch heute noch bedeutende Altonaer Singakademie. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war er der musikalische Mittelpunkt Altonas, eine oberste Instanz und Autorität selbst im angrenzenden Hamburg, und galt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten.

Woyrsch hinterließ vielfältige musikalische Werke. Darunter einige Opern und Oratorien, sieben Symphonien, fünf weitere Orchester-werke und ein Violinkonzert; dazu kamen Kammermusikkompositionen für verschiede-ne Besetzungen (darunter allein fünf Streich-quartette).

Nachdem das Werk Felix Woyrschs nach 1945 infolge der geschichtlich bedingten anti-romantischen Tendenzen im Musikleben und infolge der nun einsetzenden Aufarbeitung der „Neuen Musik“ schnell in Vergessenheit geriet, wächst seit Beginn der 1990er Jahre das Interesse an seinem gehaltvollen Schaffen. Einen besonderen Beitrag zur Pflege und Verbreitung seiner Musik leistet die Pfohl-Woyrsch-Gesellschaft in Hamburg.

Das Musikdrama „Wikingerfahrt“ ist eine einaktige Oper Woyrschs von 1896. Das zweistündige Werk wurde von der Kritik sehr gut aufgenommen, jedoch seit dem Tod des Komponisten nicht mehr aufgeführt.