Lust auf Orchester?

Komm einfach mal vorbei
oder melde Dich bei uns!
Junges Orchester Hamburg (Logo)
Unsere Orchesterreise 2004 nach Dänemark und Norwegen


Uns, dem „Jungen Orchester Hamburg“, sollte der 17.07.2004 lange im Gedächtnis bleiben, denn an diesem Tag traten wir unsere Reise nach Dänemark und Norwegen an. Wie es bei vielen Orchestern üblich ist, tauchten die letzten verschlafenen Musiker mit einer dreiviertel Stunde Verspätung an der Moorweide auf. (Später gingen wir dazu über, verschlafene und verschollene Musiker mit lieblichen Horntönen zu wecken und zu finden).

Nun konnten wir endlich das kalte Hamburg verlassen und uns auf schöne 10 Tage in Dänemark und Norwegen freuen. Mit im Gepäck hatten wir Werke von Mozart, Lebrun und Beethoven.

Wenige Stunden später und um einiges wacher erreichten wir unser erstes Quartier, Kolding, in Dänemark und fingen schon eine Stunde nach der Ankunft mit dem Proben an, doch nicht bevor wir den schönen Ausblick auf den Fjord genossen und unsere Klassenzimmerunterkünfte wohnlich eingerichtet hatten. (Schon hier erwachte das JOH-typische Badefieber!)

Wir spielten in einer großen Turnhalle, in der auch genug Platz für sportliche Aktivitäten und Kammermusik war. Auch das kalte Ostseewasser des Fjordes konnte einige „Hartgesottene“ nicht abhalten zu baden. Während des Badens wurde der „dänische Golfstrom“ entdeckt und nach dem Baden verletzte Musiker, die es zum Glück nicht geschafft hatten, sich musikalisch wichtige Körperteile zu verletzten, wurde auch unser Konzert im Koldinghus zu einem vollen Erfolg, trotz gewöhnungsbedürftiger Akustik...

Direkt im Anschluss an das Konzert fuhren wir weiter Richtung Norden, nach Mors, wo wir zuallererst zu einem Lagerfeuer mit Nordseeblick und Bademöglichkeit (Wie immer findet das JOH eine Bademöglichkeit!) eingeladen waren.

Später am Abend, gegen Mitternacht, kehrten wir in unserem zweiten Quartier ein und fielen in seit drei Tagen schmerzlich vermisste Betten.

Auch hier probten wir wieder fleißig, wobei wir die Proben durch einen „Urlaubstag“ an der Nordsee unterbrachen. Dort fand das JOH wieder eine Bademöglichkeit und statt dem gewohnten Käsebrot gab es aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung Schmelzkäse-Brot...

Am nächsten Tag gaben wir abends ein wunderschönes Konzert in einem verwunschenen Märchenschloss. Nach einer eingeübten Stresssituation, nämlich dem eiligen Einpacken, Zusammenpacken und Wegpacken aller zum Üben benötigten Geräte, nahmen wir Kurs auf Friedrichshavn, wo wir nach unserer Ankunft gegen Zwei Uhr Nachts noch zwei Stunden warten mussten, bis wir auf die Fähre durften.

Nachdem wir dem Wachmann noch einmal ganz genau den Grund unserer Verspätung dargelegt und ihm mit einem Privatkonzert gedroht hatten, konnte man auf der Fähre bis zur Ankunft um sieben Uhr morgens in Göteborg das interessante Phänomen des Musikertiefschlafs auf verschiedenen Schiffsdecks studieren; während andere noch die Kraft hatten, die Augen offen zu halten und nach etwaigen Bademöglichkeiten zu suchen.

Nach mehreren verschlafenen Stunden im Bus konnten wir die Bekanntschaft mit Kaninchenbabys und Katzen in Vidaråsen machen, nachdem wir noch eine Käsebrotpause in dem uns altbekannten Naturschutzgebiet machten. (Auch hier war eine Bademöglichkeit vorhanden, diesmal hatten wir jedoch keine Badesachen griffbereit...). Hier verbrachten wir einige geruhsame und probenfreie Tage, an denen schon wieder fleißig im nahe gelegenen See gebadet wurde...

Die selbst gesammelten Pilze bescherten einigen Musikern interessante Visionen über eine Großstadt im kleinen Dörfchen Vidaråsen.

Auch das letzte Konzert verlief entspannt, gesprächig und zufrieden stellend, trotz gewissen Instrumentenproblemen in Flöten, Fagotten und Celli, die sich zum Teil früher oder auch erst während des Konzertes einstellten.

So entspannt wie das letzte Konzert verlief auch die Rückreise am nächsten Tag und die Nacht hindurch, wobei wir uns eigentlich alle sicher waren, dass wir viel zu wenig Zeit dort verbracht hatten. Die einen hätten gerne mehr Zeit zum Schwimmen gehabt, alle anderen gerne mehr Zeit zum gemeinsamen Musizieren.

Als wir über die Deutsch-Dänische Grenze fuhren, begrüßte uns typisches Hamburg-Wetter - Regen, wobei einige den Regen fälschlicherweise als Bademöglichkeit interpretierten...

Obwohl wir bei unserer Ankunft alle ein wenig übernächtigt und extrem traurig waren, schafften es einige, unserer lieben Busfahrerin Ingrid ein Dankesständchen zu bringen.

Fazit der Reise:

1. Durch eine Privataufführung von Peter und der Wolf mit Darstellern zeigte sich, dass das JOH es auch theatermäßig „voll drauf hat“!

2. Es war doch erstaunlich, wie schnell wir uns an die vielen Aushilfen gewöhnten und sie ausnahmslos in unsere Mitte nahmen (Hier sei noch einmal allen solchen ein großer Dank ausgesprochen, da die Reise ohne sie gar nicht hätte stattfinden können!)

3. Man fand während der Konzertpause noch die Möglichkeit einer Umbenennung in JSO: das Junge Sexy Orchester, da einige den Drang verspürten, sich etwas freizügiger als gewohnt zu zeigen (Hier noch mal ein Dank an jene schmucken Männer ;-))

4. Wir suchen dringend noch Leute, die bereit sind mit uns Baden zu gehen (und natürlich mit uns musizieren), unsere Türen stehen Neuzugängen (mit Badehose+Instrument) immer offen...